Deutsch-französischer Schüleraustausch mit der Privatschule Notre Dame des Anges (NDA) in Saint Amand-les-Eaux

f austausch1Seit über 20 Jahren besteht dieser Austausch und auf diese Kontinuität sind wir sehr stolz! Denn ein wichtiges, ja unverzichtbares Element des deutsch-französischen Bildungsgangs ist unser Schüleraustausch mit der Privatschule Notre Dame des Anges (NDA) in der Region Nord-Pas-de-Calais, der als Austausch im Klassenverband durchgeführt wird.

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Für zehn Tage tauchen die bilingualen Schülerinnen und Schüler im 1. Halbjahr der Klasse 7 in die Welt einer nordfranzösischen Familie ein und erleben hautnah mit einem/einer gleichaltrigen »corres«, der/die i.d.R. Deutsch als erste Fremdsprache lernt, den französischen Schulalltag mit seinem Ganztagsschulbetrieb. Daneben werden aber natürlich auch gemeinsame Aktivitäten und Ausflüge in die Umgebung von Saint Amand-les-Eaux angeboten. Für die deutsche Gruppe ist dabei die Fahrt nach Paris mit einer Fahrt auf der Seine der absolute Höhepunkt!

Die bilingualen Schüler und Schülerinnen erproben so in Frankreich ihre Französischkenntnisse, die sie seit 2 Jahren erworben haben, lernen die Sprache des Partners als authentisches Verständigungsmittel zu benutzen und sich in für sie sprachlich schwierigen Situationen zu helfen. Diese Erfahrungen, die einhergehen mit dem Besuch der französischen »corres« in Düren, sind spätestens im Nachhinein eine Bestätigung für die im 3. Lernjahr des Französischunterrichts schon sehr beachtliche Sicherheit im Verstehen und Anwenden der französischen Sprache. So ist dem bilingualen Sachfachunterricht in Klasse 7 mit Erkunde bilingual, der nun auf dem Stundenplan steht, der Boden bereitet und eventuelle Ängste und Unsicherheit werden genommen.

Da es sich um einen Austausch im Klassenverband handelt, kann der Austausch gezielt im Französischunterricht mit Hilfe des neuen Lehrwerks A plus! vorbereitet werden und auf diese Weise Neugier und Motivation wecken. Viele »Bilinguale« sind auch noch in der Oberstufe stolz, Angst vor dem Unbekannten und Heimweh bewältigt zu haben. Sie zeigen voller Stolz ihr Austauschreisetagebuch mit selbst erstellten Texten und Fotos als persönliche Dokumentation des Frankreichaustauschs.

Die Vorbereitungen für den Austausch und die Begegnungen der Partner/Innen werden intensiviert durch die Arbeit an einem oft fächerübergreifenden Projekt. Projektthemen waren z.B. das gemeinsame römische Erbe und die Überreste aus der Römerzeit im Rheinland und in Frankreich oder ein mittelalterliches Thema wie Karl der Große – Deutscher oder Franzose? Père de l’Europe? aber auch Themen wie Sport in Deutschland und Frankreich. Die gemeinsame Arbeit schafft Gesprächsanlässe und vertieft dazu die Kenntnisse über das Nachbarland. Die Ergebnisse werden i.d.R. dokumentiert in Form einer Ausstellung, Power-Point-Präsentationen, einer Aufführung und/oder eines Films.

Film über den Frankreichaustausch

 

Die Gelegenheit an einem weiteren individuellen  Austausch teilzunehmen, besteht für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 z.B. im Rahmen des Brigitte Sauzay-Programms

Freundschaften ergeben sich  – oder auch nicht. Wichtig bleibt die Bereitschaft, in die »fremde« Kultur einzutauchen, mit offen Augen durch das Partnerland zu gehen und sich sprachlich und menschlich einzubringen. Schon oft sind bei diesem Austausch Freundschaften fürs Leben entstanden!

usa3 1Am Montag den 20. April begann das Highlight unseres Trips. Der Ausflug nach New York begann für uns alle schon um 4 Uhr in der Frühe mit einer 3stündigen Busfahrt. Alle freuten sich auf den Big Apple, obwohl das Wetter nicht gerade perfekt war. Mit dem Bus fuhren wir zuerst an der Freiheitsstatue und danach an der  Brooklyn Bridge vorbei. Danach erkundeten wir in kleinen Gruppen China Town und Little Italy. Das war sehr beeindruckend. Gegen Mittag gingen wir in das Metropolitan Museum of Arts. Gegen Abend ging es hoch hinaus: Wir befanden uns auf dem Top of the Rock über den Dächern New Yorks. Leider war die Sicht durch das schlechte Wetter sehr eingeschränkt. Zuletzt besuchten wir bei Nacht den taghellen Times Square. Alle waren von den vielen Farben und Lichtern  fasziniert. Am Abend waren wir jedoch froh, wieder im Bus zu sein, da alle sehr erschöpft waren.

Begrüßung der AustauschschülerInnen am FlughafenNachdem wir, nach einem langen Flug, am letzten Donnerstag in Boston gelandet sind, waren alle ziemlich müde. Als wir dann aber am Flughafen unsere Partner getroffen haben, stieg die Aufregung! Mit Fahnen und bemalten Plakaten wurden wir schreiend und sehnsüchtig empfangen.

In unseren Gastfamilien angekommen wurde es noch spannender: Wie sieht mein Zimmer aus, was gibt es zu essen, wie sind die Menschen und wann kann ich endlich schlafen?! Selbst nach einer Woche haben wir noch unsere Probleme mit der Zeitverschiebung. But we are catching up!

usa2 1Am Mittwoch gings dann auf nach Providence. Nach ca. einer Stunde Busfahrt waren die meisten ausgeschlafen. Einer der Amerikaner führte uns dann durch die Stadt. In der Bibliothek der BROWN University gab uns Professor Dr Landis Einblick in alte Schriften von deutschen Settlern, was durchaus interessant war. Anschließend besichtigten wir das RISD Museum, ein Kunstmuseum, in dem die unterschiedlichsten Stile und Epochen ausgestellt sind. 

Im April 2015 ist es wieder soweit: der Schüleraustausch nach Rhode Island, USA findet statt. Vom 2. bis 23. April fliegen wir, eine Gruppe von 18 Schülern aus der EP und Q1 mit Frau Kreutzer und Herrn Breuning nach North Kingstown. Dort werden wir für 3 Wochen auf die North Kingstown High School gehen und in Gastfamilien wohnen. Wir alle freuen uns schon sehr und hoffen auf eine tolle und ereignisreiche Zeit in Amerika.

(Lisa Schuhmacher, EP)