Nach zwei gelungenen Austauschen mit unserem Nachbarland Frankreich, hatten wir nun in der Woche vor Karneval erneut die Chance, an einem weiteren Austausch teilzunehmen. Nach einer langen Zugfahrt sind die Austauschpartner unserer Partnerschule Lycée Angellier Dunkerque am Montagnachmittag am Bahnhof Düren angekommen.

Aufgrund der Zeugniskonferenz hatten wir alle einen entspannten Tag und somit viel Zeit für die Franzosen. Unter dem Thema 100ième anniversaire de la fin de la Première Guerre Mondiale (100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs) wurde unser Austausch entsprechend von Frau Glund, Madame Stiévenard und Frau Göddertz nett gestaltet.

Dienstagmorgens nahmen die französischen Corres am Unterricht teil. Danach besuchten sie in Begleitung von Frau Mäsch-Donike den Bürgermeister im Rathaus, welcher wieder einmal von unserem deutsch-französischen Engagement begeistert war. Zurück in der Schule wurde dann mit der Projektarbeit begonnen.

Die Aufgabe: Das Leben einer Person, die während des Ersten Weltkrieges gelebt hat, zu präsentieren.

Um uns einige Anregungen zu verschaffen, ging es am nächsten Tag nach Aachen auf den Waldfriedhof. Dieser hat einen besonderen Bereich, den Ehrenfriedhof. Dort sind so gut wie ausschließlich Kriegsgefallene begraben, unter anderem auch der Onkel von Anne Frank. Das Besondere an diesem Teil des Friedhofs ist, dass dort Tote verschiedener Religionen begraben sind. Die jüdischen Grabstätten sind nur noch erhalten, weil dieser Teil des Friedhofes während des Nationalsozialismus nicht gepflegt wurde und deshalb zuwucherte. Aufgrund des Themas wurden während des Rundgangs auf dem Waldfriedhof insbesondere die historischen Aspekte des Ersten Weltkrieges fokussiert.

Leider war es an dem Tag sehr kalt und hinzu kam, dass es noch geregnet hat, sodass wir den Besuch verkürzen mussten. Eine kurze Stadtrundführung von Frau Glund und die Besichtigung des Doms gab es natürlich dennoch.

Am Donnerstag ging es für die Franzosen nach Köln. Das römisch-germanische Museum wurde besucht und selbstverständlich auch die schöne Kölner Innenstadt (Stadtrundführung: geleitet von Frau Göddertz). Nachmittags haben wir dann wieder gemeinsam an unseren Projekten gearbeitet und mussten mit Entsetzen feststellen, dass der Austausch (in Deutschland) schon am morgigen Tag vorbei sein würde.

Ein letzter Abend mit den Corres ging zu Ende. Am nächsten Morgen, nach vier Stunden Schule, mussten sich unsere Franzosen auf den Heimweg machen. Aber alle freuen sich jetzt auf den 19. März. Denn dann fahren wir nach Frankreich, werden die Familien unserer Austauschpartner kennenlernen und ganz bestimmt eine tolle Zeit in Frankreich an der Nordseeküste verbringen.

Hanna Certa