cdiSeit 1991 zählt das Burgau Gymnasium zu den ursprünglich 12 Pilot-Schulen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, in denen auf Anregung der Kulturabteilung der französischen Botschaft ein deutsch-französisches Programm zur Einrichtung eines »Centre de documentation et d´information« (CDI) für den deutsch-französisch bilingualen Zweig durchgeführt wurde. Zweck dieser Einrichtung war und ist es, den Unterricht in den bilingualen Sachfächern Erdkunde, Politik und Geschichte zu unterstützen durch eine breitgefächerte Dokumentation wie Monographien, Romane, Zeitschriften, Zeitungen, CD-Roms, Videothek und PC.

Im CDI findet in der Regel der bilinguale Sachfachunterricht der Oberstufe statt. Die Schülerinnen und Schüler schätzen insbesondere die familiäre Raumatmosphäre, da das CDI anders als die Klassen- und Kursräume mit einem Teppich ausgestattet ist.

Alle CDI-Schulen in Deutschland sind in einem Verein, dem VFbil e.V., zusammengeschlossen, der sich einmal im Jahr zu einer Tagung in Boppard zusammen findet, um u.a. Material für den bilingualen Sachfachunterricht zu erstellen und/oder weiter zu entwickeln.

Neben dem regulären Unterricht bietet das Burgau-Gymnasium regelmäßig auch die international anerkannte DELF-Prüfung an.

DELF – Was ist das?

DELF (Diplôme d’Études en Langue Française) ist ein national und international anerkanntes Sprachdiplom für Französisch als Fremdsprache.
Seit 2006 gibt es zu den sechs Referenzniveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR) je eine eigenständige DELF-Prüfung: A1, A2, B1, B2, C1 und C2.

europaflaggeDie Vorbereitung der Kinder und Jugendlichen auf ein Leben im vereinten Europa ist dem Burgau Gymnasium seit seiner Gründung ein besonderes Anliegen, denn unser Gymnasium will die Schülerinnen und Schüler sprachlich, politisch und interkulturell auf ein friedvolles Zusammenleben in Europa vorbereiten.

Der bilingual deutsch-französische Zweig, die Einführung von AbiBac und natürlich die Auszeichnung im Jahr 2010 alsEuropaschulezeugen von diesem ständigen Engagement. Damit wurde der seit 2007 erfolgreich begonnene Weg fortgesetzt, Schülerinnen und Schüler auf ein Leben und Arbeiten in einem immer wichtiger werdenden Europa vorzubereiten.

Die Europaschule Burgau Gymnasium

(c) Foto: FotoHiero  / pixelio.de

1 Europaschule Burgau-Gymnasium

Nie war Europa so präsent wie heute. Wir alle spüren dies fast täglich, nicht nur in den Medien. Europa ist eine Erfolgsgeschichte. Mehr als 500 Millionen Menschen leben in einer Europäischen Union mit 28 Mitgliedstaaten. Unsere gemeinschaftlichen Strukturen gehen weit über das hinaus, was man sich vor sechzig Jahren unter »Europäischer Einigung« vorstellen konnte. Es sind die jungen Menschen von heute, die sich in einer globalisierten Wissensgesellschaft zurechtfinden müssen. Die Kenntnisse über andere Länder und Kulturen, das Erlernen von Fremdsprachen und das Wissen um politische Zusammenhänge in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind wesentlicher Bestandteil einer umfassenden Bildung und werden immer mehr zur Voraussetzung auch für beruflichen Erfolg. Gleichzeitig fördert die interkulturelle Kompetenz von Menschen das Zusammenwachsen Europas. Gegenseitiges Verständnis ist die Basis vertrauensvoller und erfolgreicher Zusammenarbeit. Das gilt für den Staat genau so wie für den Einzelnen, der seine berufliche Zukunft nicht nur auf sein Heimatland beschränken möchte. Die Entwicklung der europäischen Dimension im Bildungswesen unseres Landes ist mir daher ein wichtiges Anliegen. Diesem Ziel sind wir mit der Zertifizierung des Titels »Europaschule in Nordrhein-Westfalen« ein großes Stück nähergekommen.
(Andreas Krautscheid, Minister für Europaangelegenheiten des Landes NRW)

europaflaggeAuch das Burgau-Gymnasium hat in seinen 40 Jahren den Europagedanken systematisch verfolgt und ausgebaut, zuerst in der Zusammenarbeit mit Frankreich und dem französichen Zweig, in jüngster Zeit zunehmend mit einem erweiterten Sprach- und Austauschangebot sowie auf Europa abzielende curriculare Inhalte und – in Zukunft – mit weiteren bilingualen Modulen.

Wer das Burgau-Gymnasium besucht, soll nicht nur europafähige Kompetenzen wie Sprachen und Kultur kennen lernen, er soll auch die Begegnung mit den Menschen pflegen, die in Europa wohnen und die die kulturelle Vielfalt unserer globalisierten Welt ausmachen.

Dazu bietet das Burgau-Gymnasium ein breit gefächertes Angebot an Arbeitsgemeinschaften, Schüleraustauschen und Aktivitäten, über die im Folgenden ausführlich informiert wird.

Die einzelnen Module des Europa-Programms unserer Schule werden dabei von einer Projektgruppe regelmäßig evaluiert und auf den neuesten und wirksamsten Stand gebracht. Wir orientieren unser Angebot an den Wünschen unserer Schulgemeinde, der uns tragenden Kommune und an den personellen Möglichkeiten und Fähigkeiten unseres Kollegiums. Wir freuen uns dabei über Anregungen der gesamten Schulgemeinde, deren internationale Kontakte wir gerne nutzen und ausbauen. So knüpfen wir ein Netzwerk, das unseren Schülerinnen und Schülern während und nach der Schulzeit wertvolle Hilfe beim Orientieren, Lernen und der späteren Weiterbildung in der Hochschule oder auf der Suche nach einem Arbeitsplatz in Europa und in der Welt bietet.

2 Französisch

Das Französische stellt die älteste Säule unserer internationalen Zusammenarbeit dar; dabei haben sich die Anmeldungen im französischen Zweig in der jüngsten Zeit stabilisiert; Frankreich ist der größte Handelspartner der Region und Nachbarland Deutschlands!

paris20122.1 Bilingualer Zweig

Im bilingualen Zweig des Burgau-Gymnasiums lernen die Kinder von Beginn an mit erhöhter Stundenzahl Französisch; ergänzt wird das Angebot von Politik und Geschichte, die systematisch ab Klasse 7 als bilinguale Sachfächer unterrichtet werden. Das bilinguale Sachfach erschließt ganz neue Bereiche im Fremdsprachenunterricht, da nicht die Sprache als Fremdsprache im Vordergrund steht, sondern das Sachwissen, also gesellschaftliche Fragen, Kulturen und Gebräuche des Partnerlandes oder eben geschichtliches Wissen – und das nicht nur über Frankreich!

2.2 Besuche in Frankreich

Regelmäßige Besuche nicht nur der bilingualen Klassen in Frankreich geben Gelegenheit, das Gelernte direkt auszuprobieren. Über den Austausch hinaus – auf den weiter unten ausführlich eingegangen wird – zählen regelmäßige Besuche der französischen Hauptstadt Paris zu den Highlights unserer Kassenfahrten.

2.3 Weitere Themen im Französischunterricht

Diese Besuche werden systematisch sprachlich vorbereitet, indem schon im Unterricht folgende Themen obligatorisch sind:

  • Kennenlernen französischer Städte (Lyon, Paris)
  • Alltagsleben gleichaltriger französischer Kinder
  • das französische Schulsystem
  • Eckdaten der deutsch-französischen Geschichte
  • »La France et l’Allemagne en Europe« als Vorbereitung auf das Zentralabitur mit Schwerpunkt auf der gemeinsamen Geschichte und der Rolle beider Staaten in einem modernen Europa

3 Englisch

Das Englische umgibt uns schon vielfach wie eine zweite Muttersprache; dazu haben nicht nur Großunternehmen beigetragen, in deren Vorstandsetagen das Englische das Deutsche teilweise schon abgelöst hat; auch die Landesregierung hat mit der Einführung des Englischen ab Klasse 1 in unseren Grundschulen Zeichen gesetzt, die wir aufnehmen müssen und wollen. Aber auch Film, Musik und Computertechnologie konfrontieren uns tagtäglich mit der englischen Sprache; daher kommt dem Englischen eine herausragende Bedeutung auch an unserer Schule zu.

3.1 Bilinguale Module im Englischunterricht

Wir tragen der herausragenden Bedeutung des Englischen Rechnung, indem wir Schritt für Schritt bilinguale Module in den Englisch-Unterricht aller Klassen einbauen. Das gibt uns die Möglichkeit, nicht nur Englisch zu lernen, sondern Englisch als Gebrauchs- und Umgangssprache einzusetzen. Damit erhöht sich die Motivation unserer Schülerinnen und Schüler; sie machen die Erfahrung, dass das Englische bzw. die Fremdsprache nicht nur um der Sprache willen genutzt wird, sondern dass Sprache ein unverzichtbares Medium ist, um mit anderen Kulturen und über andere Kulturen zu kommunizieren.

3.2 Europäische Themen im Englischunterricht

london2011Im Englischunterricht selbst sind sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Sekundarstufe II europäische Themen obligatorisch:

Sekundarstufe I:

  • The Channel Tunnel – Connecting Europe
  • English – a modern 'lingua franca'
  • A gap year or work experience abroad (business profiles, classified ads, letter of application, interviews)
  • Preparing a school exchange
  • Going green (alternative forms of energy, organic farming, The Eden Project, Friends of the earth)
  • The Industrial revolution and its influence on Europe
  • Beatlemania – British music conquers the world
  • The Harry Potter phenomenon
  • North Sea oil
  • London – a European tourist attraction and trendsetter
  • England – the motherland of football

Sekundarstufe II:

  • British values and visions: The origins of democracy and the story of parliament
  • Monarchy – an outmoded concept in Europe?
  • The UK – an immigrant country
  • Minorities, multiculturalism and racism in Britain
  • London – a European metropolis
  • The Elizabethan Age or the Goldan Age
  • The Emerald Island – not an European poorhouse any moore
  • The UK and Europe – lacking the European feeling?
  • Global European challenges (global warming, terrorism, energy crisis, sustainable development, unemployment, outsourcing)
  • Genetic engeneering (different European standards, gene food, gene therapy)

4 Spanisch

In den letzten Jahren hat sich das Spanische zu einer der wichtigsten Handelssprachen der Welt entwickelt; dazu hat nicht nur der Aufschwung in gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Hinsicht in Spanien selbst beigetragen, sondern auch die engen Handelsbeziehungen, die Europa nach Südamerika unterhält. Unsere Schule trägt dem Rechnung, indem Spanisch als neu einsetzende Fremdsprache in der Stufe EP bis zur Abiturprüfung angeboten wird. Neben Latein, Italienisch und Französisch ist es die vierte romanische Sprache am Burgau-Gymnasium und wird in der Regel von vielen Schülerinnen und Schülern in der Oberstufe belegt.

4.1 Europäische Themen

Auch hier sieht unser schulinternes Curriculum europaspezifische Themen verbindlich vor:

  • Inmigracion de Africa a Europa – España, el nuevo sueño europeo
  • Turismo en España. Un sector económico controvertido
  • Los nuevos nacionalismos en España y la idea europea
  • Juventud española, juventud europea

5 Italienisch

gardasee2009

Italienisch wird am Burgau-Gymnasium in den Jahrgangsstufen 8 und  9 innerhalb der Differenzierung angeboten. In der Jahrgangsstufe 11 wird ab dem Schuljahr 2008/09 im Rahmen einer AG eine Vorbereitung auf das italienische Sprachzertifikat ele-it angeboten

5.1 Europäische Themen im Italienischunterricht

Klassen 8/9

  • Orientarsi in Italia: vita quotidiana
  • Il sistema scolastico italiano

Klassen 8/9

  • L’Italia »il paese die limoni« – turisti tedeschi in Italia da Goethe fino ad oggi
  • Emigrazione nell’unione europea: come la pizza arrivò in Germania
  • La mafia: lo sviluppo a un fenomeno globale

5.2 Sprachzertifikat ele-it

Ein besonderes AG-Angebot für die Oberstufe ist das italienische Sprachzertifikat ele-it. Es existiert am Burgau-Gymnasium seit dem Schuljahr 2008/09 und wird auch in Zukunft angeboten werden.

6 Latein

Das Lateinische gehört zum Standardangebot des Burgau-Gymnasiums in der Differenzierung ab Klasse; endet mit dem Latinum in der Regel nach 5 Schuljahren. Verbindlich im schulinternen Curriculum sind folgende Themen verankert:

6.1 Sprache und Kultur – jahrgangsübergreifend

  • Die lateinische Sprache als Wurzel anderer europäischer Sprachen
  • Grammatikvergleich
  • Wortschatz kontrastiv
  • Römische Kultur als Wurzel der europäischen Kultur und Tradition

6.2 Projekte

In Projektarbeit werden die folgenden Themen in der Sek. II angeboten:

roemisch6.2.1 Europäische Themen im schulinternen Curriculum Latein

  • Mythos (Europa und der Stier)
  • Geografie (antike Sicht, heute)
  • Idee der Einheit (Karl der Große)
  • Abgrenzung nach außen: Rede von Enea Silvio Piccolomini (später Papst Pius II.) auf dem Türkentag → aktueller Bezug! Problematisierung und Diskussion: Europa als Kulturlandschaft vs. Moscheen

6.2.2 Mythen mit »sprichwörtlicher« Bedeutung

  • Odyssee
  • Troja, trojanisches Pferd
  • Der Mythos des Sysiphus
  • Nabel der Welt – Beginn des Eurozentrismus?
  • Alexander der Große: gordischer Knoten
  • Das Schwert des Damokles
  • Pyrrhussieg

6.2.3 Historische Persönlichkeiten

  • Julius Caesar
  • Karl der Große

7 Geschichte

Als verbindliche Unterrichtsinhalte mit Europabezug hat die Fachkonferenz Geschichte festgelegt:

7.1 Rom und Mittelalter

  • Die Römer schaffen ein Europa – Beziehungen zwischen den Teilen des Römischen Reiches
  • Europa im Mittelalter (müsste noch spezifiziert werden, da etwas zu grob)

7.2 Europäische Revolutionen

  • Europa wandelt sich – europäische Revolutionen in Frankreich, Deutschland, Griechenland und Polen

7.3 Vom Nationalsozialismus zum vereinten Europa

  • Nationalsozialismus – Flucht und Vertreibung im europäischen Kontext
  • Europa nach 1945 – vom Erbfeind zum Partner in Europa:
    • deutsch-russische Beziehungen
    • deutsch-französische Beziehungen
  • Eine Mauer durch Europa – Von zwei Blöcken zu einem vereinten Europa

Geschichte/bilingual

Im bilingualen Sachfachunterricht Geschichte wird Französisch mit zunehmendem Lernfortschritt zur Arbeitssprache. Dadurch erlernen die Schülerinnen und Schüler die französischen Fachbegriffe und können Texte und mündliche Beiträge mit sozial-historischen Inhalten in französischer Sprache verstehen, aktiv an Gesprächen teilnehmen und Stellung beziehen. Da die benutzten Materialien in der Regel original französische sind, enthalten sie die französische Perspektive und tragen damit zu einem multiperspektivischen Geschichtsunterricht bei.Sie fördern so die interkulturelle Kompetenz der Schülerinnen und Schüler.

Der bilinguale Geschichtsunterricht folgt inhaltlich dem Lehrplan Geschichte für Sek.I und Sek. II. Eine Akzentuierung auf französische oder deutsch-französische Inhalte geschieht, wenn möglich.

Die französische Revolution wird beispielsweise im gesamteuropäischen Kontext betrachtet, ihre Bedeutung für das demokratische Europa und seine Werte betont. In der Sek.II sehen die Vorgaben zum Zentralabitur für den bilingualen Grundkurs Geschichte die Entwicklung der deutsch-französischen Beziehungen seit 1918 vor, d.h. von der Erbfeindschaft zur Annäherung, Aussöhnung und Freundschaft.    

8 Politik

Im Sachfach Politik sieht der Lehrplan für die Jahrgangsstufe 9 sowohl in den Klassen mit deutschem Politikunterricht als auch in den französisch bilingualen Klassen das Thema: »Wozu brauchen wir Europa? – Entwicklung und Probleme des europäischen Einigungsprozesses« vor. Im Einzelnen werden die Teilaspekte

  • Was ist Europa?
  • Wie funktioniert die EU?
  • Aufgaben und Bereiche der EU-Politik
  • Wie soll es weitergehen?

thematisiert.

9 Sozialwissenschaften

Im Fach Sozialwissenschaften der Sekundarstufe II sind folgende europäischen Themen Gegenstand des Unterrichts:

  • Die Geschichte der EU
  • Die Institutionen der EU und ihre Aufgaben
  • EU-Beitritt der Türkei – die Türkei auf dem Weg in die EU
  • Die Schwierigkeit des Verfassungsprozesses; vom Verfassungs- zum Reformvertrag
  • Die Finalität der europäischen Integration
  • »Festung Europa«? Wie soll die Flüchtlingsproblematik in der EU angegangen werden?
  • Nach Möglichkeit werden mithilfe externer Partner (z.B. die Europäische Kommission, Friedrich Ebert Stiftung, etc.) Planspiele zur Simulation europäischer Entscheidungsfindungsprozesse durchgeführt

10 Geografie

10.1 Wirtschaftsregion Europa

  • Der mediterrane Raum und seine wirtschaftliche Nutzung
  • Wirtschaftsregionen Europas
  • Wirtschaftliche Aktiv- und Passivräume in Mitgliedsstaaten der EU
  • Landnutzung und Tourismus in den Subtropen

10.2 Migrationsbewegungen

  • Räumliche Auswirkungen politisch und wirtschaftlich bedingter Migration in Herkunfts- und Zielgebieten

10.3 Europäische Großstädte

  • Raumordnungsmaßnehmen in europäischen Großstädten

10.4 Europa in der globalisierten Welt

  • Strukturen und Konzepte der EU im Rahmen der Globalisierung

11 Sprachzertifikate

Die Sprachzertifikate sind ein besonderes Standbein modernen Fremdsprachenlernens am Burgau-Gymnasium; diese werden auf einem europaweit anerkannten gemeinsamen »Level« (A1, B1 usw.) nach intensiver Vorbereitung (oft außerhalb des regulären Sprachunterrichts) und nach einer mündlichen und schriftlichen Prüfung an die Schüler verliehen. Unsere Schüler können damit vor Auslandspraktika, vor Sprachkursen, die sie belegen wollen oder vor einem Universitätsstudium den jeweils erreichten Stand ihrer Sprachkompetenz differenziert nachweisen.

11.1 DELF    

delfDELF und DALF sind national und international anerkannten Sprachdiplome für Französisch als Fremdsprache. Ihre flexible und moderne Konzeption und das allgemeine Publikumsinteresse an einem offiziell anerkannten Diplom, das aussagekräftiger als die Note auf einem nationales Zeugnis ist, sind wohl die beiden Hauptfaktoren, die den permanenten Anstieg der Anmeldungszahlen erklären. Außerdem bilden die zu erwerbenden Zertifikate einen wichtigen Leistungsanreiz und das Prüfungsverfahren bietet eine optimale Vorbereitung auf zukünftige mündliche und schriftliche Prüfungen, von der alle Fächer profitieren.

In enger Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Französischen Kulturinstitut und dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW bietet das Burgau-Gymnasium seit vielen Jahren seinen Schülerinnen und Schüler an, diese französischen Sprachzertifikate zu erwerben. Das Angebot erweist sich als für Lehrkräfte und Teilnehmer als gleichermaßen attraktiv, da einerseits bereits Gelerntes eine (externe) Anerkennung findet und andererseits die Vorbereitung auf die Prüfung als Bereicherung des Unterrichts wahrgenommen wird. Schülerinnen und Schüler aller Klassen und Jahrgangsstufen nehmen daran – unabhängig von der Reihenfolge der Sprachenwahl – teil. In den Diplomprüfungen werden die vier sprachlichen Fertigkeitsbereiche Hören, Lesen, Schreiben und Sprechen überprüft.

Die Erfolgsquote ist sehr hoch: Alle Prüfungsergebnisse der letzten Jahre von Prüflingen des Burgau-Gymnasiums zeigen dies. Im Rahmen der aktuellen Diskussion um die Qualität und externe Evaluation der Schülerleistungen ist dies ein Beweis für die Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Seit 2006 gibt es zu jedem der sechs Referenzniveaus des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens (GeR) eine eigenständige DELF/DALF-Prüfung, die nicht der Reihe nach absolviert werden müssen. Von besonderem Interesse sind die Prüfungen zu B1 und B2: B1 ist die erste Stufe der selbstständigen Sprachverwendung und gilt europaweit als Orientierung für den Mittleren Bildungsabschluss. B2/C1 gilt europaweit als Abiturniveau (Grundkurs, Leistungskurs) für Fremdsprachenkenntnisse.

12 Internationaler Austausch

12.1 St. Amand-les-Aux

Ein wichtiges, ja unverzichtbares Element des deutsch-französischen Bildungsgangs ist der Schüleraustausch mit Frankreich, der als Klassenaustausch in der Klasse 6.2 oder 7.1 mit St. Amand-les-Aux durchgeführt wird.

Die bilingualen Schülerinnen und Schüler erfahren das Leben in einer französischen Familie und sie lernen den französischen Schulalltag als Ganztagsschulbetrieb kennen. Eingebunden ist dieser Austausch in ein umfangreiches Besuchs- und Besichtigungsprogramm, das nicht nur viel Kultur bei Ausflügen in die Umgebung, sondern auch eine Parisfahrt vorsieht.

12.2 Gémenos

Die Gelegenheit, an einem weiteren Austausch teilzunehmen, besteht alle zwei Jahre für die Klassen 7 und 8, jetzt jedoch nicht mehr im Klassenverband, sondern auf individueller Basis. Dieser Austausch führt in den Süden Frankreichs, in die provençalische Kleinstadt Gémenos in der Nähe von Marseille.

12.3 Kiew

kiewIm Schuljahr 2008/09 konnte das Burgau-Gymnasium mit dem Gymnasium 167 in Kiew eine weitere Partnerschule in Osteuropa gewinnen. In dieser Schule lernen die ukrainischen Schülerinnen und Schüler bereits seit der 1. Klasse Deutsch, so dass der Verständigung mit den Dürener Jugendlichen der Jahrgangsstufen 9 und 10 nichts im Wege steht.

Zum Austauschprogramm gehört der Schulbesuch im jeweiligen Gastland. Die Jugendlichen werden von den Gastgebern herzlich aufgenommen und gerne in den Unterricht integriert, der somit zu einem Ort des interkulturellen Lernens wird. Über die Arbeit an einem gemeinsamen Projekt gewinnen die Jugendlichen Einblicke in die Geschichte, die Politik, die Geografie und die Kultur des Partnerlandes.

Die Mädchen und Jungen lernen die Lebensweise ihrer Gastfamilien kennen und erkunden im Rahmen von Ausflügen das Gastland. Die vielfältigen interkulturellen Lernprozesse erfordern von allen Beteiligten Offenheit und Neugier, erweitern dabei aber zugleich den persönlichen Horizont. Das Kennenlernen der »anderen« Kultur regt zudem zu einem kritischen Blick auf die eigene Lebensweise an.

Durch den Austausch mit den Kiewer Schülerinnen und Schülern wird der europäische Gedanke auf vielfältige Art und Weise von den Jugendlichen erlebt. Neben einem Einblick in die ukrainische Kultur erhalten sie auch einen Überblick über die Geschichte des osteuropäischen Landes: sei es durch den Besuch der Ausgrabungen einer griechischen Kolonie der Antike auf der Krim oder durch die Beschäftigung mit den Verbindungen der Ukraine zur neueren deutschen bzw. europäischen Geschichte (z.B. 2. Weltkrieg, Umbruch in Osteuropa) sowie aktuellen politischen Diskussionen bezüglich eines möglichen EU- oder NATO-Beitritts der Ukraine.

Bei dem Besuch der Ukrainer in Düren werden ebenfalls europäische Schwerpunkte gesetzt, so z.B. die geschichtliche Gestaltung Europas am Beispiel der Römer in Köln oder der Karolinger in Aachen. Außerdem steht der Besuch einer weiteren, für Europa bedeutenden Stadt auf dem Programm, wie z.B. Maastricht in den Niederlanden oder Brüssel in Belgien, wo Europa mit dem Besuch des Europäischen Parlaments »greifbar« wird.

12.4 USA

usa2015Auch wenn unsere Austausch-Schule, die North Kingstown High School, nicht in Europa, sondern in Rhode Island, USA liegt, bringt diese Verbindung dennoch positive Impulse für die europa-bezogene Ausbildung und Ausrichtung unserer Schule. Zum einen können unsere Schülerinnen und Schüler ihre im Unterricht erworbenen Kenntnisse der englischen Sprache im Hörverstehen und in der Sprachproduktion anwenden, wobei die geografische Lage unserer Partnerschule in den Neu-England-Staaten dafür sorgt, dass der amerikanische Akzent sich in Grenzen hält. Zum anderen können sie sich nicht nur als Deutsche, sondern auch als Europäer präsentieren. Die Lage des Burgau-Gymnasiums in der Euregio, in der Nähe der Niederlande, von Belgien und Frankreich und das breite Unterrichtsangebot der Schule in den dort gesprochenen Sprachen eröffnet für die amerikanischen Partner eine neue Erfahrungsdimension, kann man doch in Rhode Island den High School Abschluss machen, wenn man lediglich den Nachweis über vier Jahre Fremdsprachenunterricht erbringen muss. Aus den Schülervorträgen über die Lage des Burgau Gymnasiums in Europa und den europäischen Prozess ergeben sich häufig Diskussionen. Diese für die amerikanischen Partner zunächst nur theoretischen Informationen werden durch grenzüberschreitende Exkursionen während des Besuches der Austauschgruppe in Düren vertieft.

Für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 10 (EP) und Q1 bietet das Burgau-Gymnasium einen im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Austausch mit der North Kingstown High School im amerikanischen Bundesstaat Rhode Island an. Rhode Island ist der kleinste Bundesstaat der USA und liegt an der Ostküste zwischen New York und Boston. Der Austausch besteht seit 2004 und hat den seit 1978 bestehenden Austausch mit der Lyons Township High School in Chicago abgelöst. Unterstützt wird der Austausch von GAPP, dem German-American Partnership Program, das vom Auswärtigen Amt und dem amerikanischen State Department getragen wird. 

Auf dem Programm des dreiwöchigen Austauschs stehen neben dem Schulbesuch und dem Kennenlernen des Lebens gleichaltriger Amerikaner Exkursionen in die Umgebung, nach Providence, der Hauptstadt des Staates Rhode Island, nach Boston und nach New York.

12.5 Polen

Der Schüleraustausch unseres Gymnasiums mit dem polnischen Lizeum in Nowy Sącz wurde seit dem Jahre 1992 jährlich mit sehr positiver Resonanz durchgeführt. Aufgrund der problematischen Beziehungen zwischen Deutschland und Polen in der Vergangenheit ist es wichtig, Verständnis für die andere Kultur und ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis zu entwickeln.

Interessierte Schüler/innen der Jahrgangsstufen 9, 10 (EP) und Q1 bilden jeweils eine neue Austauschgruppe. Erste Kontakte mit den polnischen Schülern/innen, die Deutsch als Fremdsprache belegt haben, erfolgen durch Briefe in deutscher Sprache. Zuerst kommt die polnische Gruppe nach Düren und im Jahr darauf erfolgt unser Gegenbesuch in Polen. Unterstützt wird der Schüleraustausch durch das DPJW, das Deutsch-Polnische-Jugendwerk, mit Sitz in Warschau und Potsdam. Unsere Partnerschule liegt in Nowy Sącz, einer Stadt von ca. 85.000 Einwohnern, 80 km südöstlich von Krakau. Die Stadt befindet sich nördlich der Sandezer Beskiden (Beskid Sadecki) in einer Talweitung an der Mündung der Kamienica in den Dohnst (Dunajec) und ist ein regionales Industrie- und Dienstleistungszentrum.

Bei unserem Besuch in Polen stehen neben der Teilnahme am Schulunterricht u.a. Exkursionen in die touristisch attraktive und historisch bedeutende ehemalige Königsstadt Krakau, in das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz, in das durch die Olympiade bekannte Skisprungzentrum Zakopane im südpolnischen Nationalpark und eine Besichtigung des zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden historischen Salzbergwerkes von Wieliczka an.

Der Austausch mit Polen pausiert zur Zeit.

12.6 Israel

Im Rahmen eines Austausches mit Israel, an dem eine größere Gruppe von Schülern des Burgau-Gymnasiums teilgenommen hat, haben die israelischen Schülerinnen und Schüler am 8.9.2009 das Burgau-Gymnasium besucht. Der Besuch resultiert aus einer Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendamt der Stadt Düren.

12.7 Montevideo

Seit dem Jahr 2011 existiert ein neues »Pflänzchen«, das wir hegen und pflegen wollen; durch einen ehemaligen Schüler haben wir Kontakt zur Deutschen Schule Montevideo aufgenommen. 2010 besuchten 3 Austauschschüler Düren und 2011 fuhren drei Schüler aus Düren für 2 Monate nach Montevideo. wir hoffen, dass wir mit Hilfe von Sponsoren den Austasuch aufrecht erhalten können. Er trägt der Tatsache Rechnung, dass immer mehr Schülerinnen und Schüler Spanisch in der Oberstufe als dritte Fremdsprache wählen. Als Europaschule mit sprachlichem Schwerpunkt legen wir in diesem Zusammenhang auch Wert auf das »Sprachbad« in der fremden Sprache.

13 Städtepartnerschaft Valencienne

Das Burgau-Gymnasium nimmt an allen offiziellen Veranstaltungen im Rahmen der deutsch-französischen Städtepartnerschaft Düren-Valencienne teil und trägt mit Schülerbeiträgen zum Gelingen der Veranstaltungen bei.

14 Internationale Praktika

14.1 Stadtverwaltung Valencienne

Die Städtepartnerschaft Düren – Valenciennes eröffnet Burgau-Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihr Berufsbildungspraktikum in Frankreich zu absolvieren. Im Jahre 2008 konnten zwei Schülerinnen bei der Stadtverwaltung in Valenciennes Einblicke in die Kommunalverwaltung nehmen.

15 Lehreraus- und fortbildung

15.1 Besuch in Straßburg, Lüttich, im Ruhrgebiet und in Mons

strassburg2009Im Rahmen  des Europagedankens und der Vertiefung fachwissenschaftlicher Bildung und Erziehung hat das gesamte Lehrerkollegium im Rahmen einer Fortbildung im Jahr 2009 den Europarat und Straßburg besucht. 2011 führte das Kollegium eine Exkursion in die Grenznahe Stadt Liège (Lüttich) durch. Im Jahr 2013 folgte eine Exkursion in das Ruhrgebiet, die europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2010. Im Jahr 2015 besichtigte das Kollegium die europäische Kulturhauptstadt Mons.

15.2 IBIS

Das Burgau-Gymnasium ist Teilnehmer am Mehrsprachigkeitsprojekt »Initiative bilingualer Schulen« der Universität Köln (Frau Prof. Bongartz u.a.). Zu diesem Zweck haben die Schulleitung und Vertreter des bilingualen Zweiges an Workshops der IBIS-Gruppe teilgenommen. Die Workshops haben in beeindruckender Weise deutlich gemacht, dass vor allem unter methodischen Aspekten ein Gewinn für den Fremdsprachenunterricht im Sachfach zu erwarten ist. Die Schulleitung unterstützt daher die Teilnahme an der Initiative.

16 CertiLingua

certilingua logoCertilingua ist ein Exzellenzlabel zum Abitur für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen, das eine Auszeichnung für Schulen darstellt, die besondere Angebote im Bezug auf Mehrsprachigkeit, Sprachkompetenz, Bilingualität, europäisches, internationales Engagement und aktive Bürgerschaft nachweisen.

Das Konzept basiert auf den nationalen Reifeprüfungen und ihrer europaweiten Anerkennung. Die Zulassung zum Studium in einem Gastland wird zusätzlich zu der anerkannten Reifeprüfung an ausreichende Sprachkenntnisse gebunden. Das Exzellenzlabel CERTILINGUA zum Abitur für mehrsprachige, europäische und internationale Kompetenzen zertifiziert als Additum zum nationalen Reifezeugnis, dass die Absolventin oder der Absolvent besondere Kompetenzen für eine Fortsetzung des Bildungsweges im internationalen Kontext erworben hat.

Dabei handelt es sich zum einen um sprachliche Kompetenzen, wobei die Kandidatinnen und Kandidaten neben der Mutter-/ Erstsprache mindestens zwei Fremdsprachen schriftlich und mündlich auf dem Kompetenzniveau B2 des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen beherrschen. Sie haben mindestens eine dieser Sprachen als Lern- und Arbeitssprache in einem oder mehreren Sachfächern über einen längeren Zeitraum oder in mehreren Modulen erfolgreich genutzt und verfügen über eine tragfähige Basis, um mit dieser Sprache oder diesen Sprachen den eigenen (Aus-)Bildungsweg in internationalen Zusammenhängen fortsetzen zu können.

Zum anderen weisen die Kandidatinnen und Kandidaten Europäische und internationale Kompetenzen nach. Sie haben erfolgreich curriculare und additive Bildungsangebote zur europäischen und internationalen Dimension genutzt und das Kompetenzniveau 4 des Referenzrahmens zur Europakompetenz ELOS erreicht. Interkulturelle Handlungsfähigkeit haben sie durch die Teilnahme an einem europäischen / internationalen Kooperationsprojekt nachgewiesen. Sie werden damit Anforderungen internationaler Hochschulen und Unternehmen in besonderem Maße gerecht.

Das Burgau-Gymnasium erfüllt die Kriterien für die Akkreditierung als CERTILINGUA Schule und hat einen entsprechenden Antrag gestellt, dem inzwischen (siehe Anlage) stattgegeben wurde!

17 Studien-und Ausbildungsbörse, Straßburg

Einmal im Jahr findet in Straßburg eine Studien- und Ausbildungsbörse statt, an der sich französische Hochschulen und Ausbildungsstätten wie Handelskammern präsentieren. Die deutsch-französische Hochschule Saarbrücken informiert über die binationalen Programme und die damit verbundenen Doppelabschlüsse. Vor allem den Schülerinnen und Schülern des bilingualen Zweiges bietet diese Börse Informationsmöglichkeiten, ihre französischen Sprachkenntnisse in einem Studium zu nutzen.

Jedes Jahr nimmt eine Schülergruppe aus den Jahrgangsstufen Q1 und Q2 an dieser Börse teil. Die Fahrt ist in der Regel mit einem Besuch des Europaparlaments und einer Stadtführung verbunden.

18 Deutsch-französischer Tag

Zum Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Vertrags von 1963 am 23. Januar können Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen und entsprechend ihrer verschiedenen sprachlichen Voraussetzungen an einem Internetwettbewerb teilnehmen, den das französische Kulturinstitut Düsseldorf ins Netz stellt. Hier geht es darum, in einem Zeitraum von vier Zeitstunden Aufgaben zu allen Bereichen der französischen Kultur zu lösen. Das Burgau-Gymnasium nimmt in jedem Jahr an dem Wettbewerb teil, in 2009 z.B. mit der Klasse 5b, die einen Platz im ersten Drittel von insgesamt 150 Teilnehmern in dieser Niveau-Gruppe erzielte.

 

19 Sprachenwettbewerbe

19.1 Rotary Club Seraing/Lüttich

Neben dem normalen Bundessprachenwettbewerb Französisch nimmt das Burgau-Gymnasium erfolgreich am Sprachenwettbewerb für Französisch teil, den der Rotary-Club Düren in Partnerschaft mit dem belgischen Rotary-Club Seraing/Lüttich im zweijährigen Rhythmus durchführt und der von Lehrkräften der Dürener Gymnasien und von Schulen aus Seraing vorbereitet und durchgeführt wird. Den Abschluss bildet jeweils ein deutsch-belgischer Begegnungstag in der Umgebung von Düren oder Seraing mit abschließender Preisverleihung. Bisher gehörten Schülerinnen und Schüler des Burgau-Gymnasiums immer zur Gruppe der Preisträger in den verschiedenen Sprachniveaugruppen.

19.2 Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Eine feste Größe am Burgau-Gymnasium ist der jährlich stattfindende Bundeswettbewerb Fremdsprachen.

Der Bundeswettbewerb Fremdsprachen setzt sich für die Förderung des Fremdsprachenunterrichts ein und will leistungsstarke Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich innerhalb der Schule verstärkt mit Fremdsprachen zu beschäftigen sowie diejenigen, die über sehr gute Kenntnisse verfügen, für ihre Leistungen und Anstrengungen belohnen.

Fremdsprachenkenntnisse sind eine unerlässliche Voraussetzung für mehr Flexibilität und Offenheit in einem mehrsprachigen Europa.

Gute Kenntnisse in modernen Fremdsprachen, wie sie in diesem Wettbewerb unter Beweis gestellt werden müssen, gehören zu den fundamentalen Voraussetzungen des europäischen Einigungsprozesses. Die intensive Beschäftigung mit einer fremden Sprache ist eng mit der Aufgeschlossenheit gegenüber anderen Völkern und Kulturen verbunden und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Europa-Gedankens.

Für die am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bedeutet der Wettbewerb, bei dem es neben den Sprachen auch um Kenntnisse in Landeskunde geht, zunächst einmal eine Herausforderung. Herausforderungen anzunehmen und sich ihnen zu stellen, kann viel bedeuten. Die Urkunden und Zertifikate des Bundeswettbewerbs Fremdsprachen können sie bei Bewerbungen vorlegen und können so ihre Sprachkenntnisse dokumentieren, die immer wichtiger werden.

20 Europäische und internationale Wettbewerbe

20.1 Europäischer Wettbewerb und Schülerwettbewerb »Begegnung mit Osteuropa«

Die Schülerinnen und Schüler des Burgau Gymnasiums werden dazu ermutigt und dabei unterstützt, an internationalen Wettbewerben wie dem »Europäischen Wettbewerb« oder dem Schülerwettbewerb »Begegnungen mit Osteuropa« teilzunehmen. Auf diese Weise können sich die Schülerinnen und Schüler kreativ mit europäischen Fragen und Problemlagen auseinandersetzen.

21 Erasmus-Projekte

Seit dem Jahr 2002 nimmt das Burgau-Gymnasium regelmäßig an Schulprojekten des von der EU geförderten Comenius Programm zum lebenslangen Lernen teil.

Im Mittelpunkt steht dabei die Zusammenarbeit von mindestens drei Schulen aus verschiedenen europäischen Ländern zu einem selbst gewählten Thema von gemeinsamem Interesse. Die Arbeit sollte möglichst fächerübergreifend sein und in den regulären Schulalltag bzw. den Lehrplan eingebunden sein.
(entnommen dem aktuellen Programm für lebenslanges Lernen im Schulbereich, PAD).

Die Partnerschulen, mit denen das Burgau-Gymnasium zusammengearbeitet hat und in Zukunft zusammen arbeiten wird, liegen in Frankreich, Italien, Polen und Spanien.

Die Inhalte und innovativen Methoden wecken das Interesse der Schülerinnen und Schüler an fachübergreifenden Projekten und die Projektarbeit bietet ihnen die Möglichkeit im Laufe ihrer Ausbildung wichtige Erfahrungen zu sammeln. Sie bauen ihre Fähigkeit zur Teamarbeit aus und entwickeln durch die Zusammenarbeit mit Partnern in anderen Ländern ein Zusammengehörigkeitsgefühl über nationale Grenzen hinweg. Darüber hinaus üben sie das Lernen von Fremdsprachen in authentischen Situationen und lernen bei der Bewältigung der Aufgaben bei der Recherche und der Kommunikation mit den europäischen Partnern die Anwendung der neuen Medien. Für die beteiligten Lehrer sind die COMENIUS Projekte ein bewährtes Mittel, die Qualität des Lehrens durch den direkten Vergleich mit den Partnerschulen, durch innovative didaktische Aktivitäten und einfach herzustellende konkrete Produkte, die aus der gemeinsamen Projektarbeit entstehen zu verbessern.

22 Europa-Schulfest und EU-Projekttag

Um den Europagedanken auch außerhalb des regulären Unterrichts in besonderem Maße zu leben, findet das Schulfest seit 2012 unter dem Motto »Europa« statt. Des Weiteren nimmt das Burgau regelmäßig am EU-Projekttag teil, an dem Schülerinnen und Schüler mit Abgeordneten aus europäischen und deutschen Institutionen über europäische Fragen diskutieren.

 

(c) Fotos: FotoHiero  / pixelio.de (Europaflagge); Schularchiv (übrige)