Am vergangenen Dienstag, 25.03., besuchte Gilles Floret, ehemaliger französischer Soldat und Zeitzeuge, den Geschichtskurs Q2 bilingual. Floret, der ab 1983 in Ostberlin stationiert war und als Informant für Frankreich tätig war, berichtete eindrucksvoll über den Alltag in der DDR.
Besonders faszinierend waren seine Schilderungen über die strikte Kontrolle durch die Stasi, aber auch die Freiheiten, die ihm als Ausländer ermöglichten, zu reisen. Gleichzeitig machte er deutlich, wie allgegenwärtig Überwachung und Misstrauen das Leben der Menschen prägten. Zwischenzeitlich lebte er auch in der Bundesrepublik und hatte somit ganz besondere Einblicke in das Leben der Menschen in beiden Teilen des Landes.
Die Schülerinnen und Schüler hörten gebannt zu, stellten zahlreiche Fragen und betrachteten beeindruckende Fotos aus der Zeit. Der direkte Austausch mit einem Zeitzeugen machte diesen Abschnitt der Geschichte besonders greifbar und verdeutlichte, wie komplex und widersprüchlich das Leben in der DDR war. Solche Begegnungen ermöglichen einen authentischen Einblick in die Vergangenheit – eine Erfahrung, die den Unterricht lebendig und unvergesslich macht. Gerade in Zeiten wachsender historischer Distanz sind solche Berichte von unschätzbarem Wert, um das Bewusstsein für die Bedeutung von Freiheit und Demokratie zu schärfen.
Wir danken M. Floret für seinen Besuch bei uns!