Schüler:innen halten Kinokarten in die Kamera.

Auch in diesem Jahr tourt die Cinéfête durch zahlreiche Kinos in ganz Deutschland. Das traditionsreiche Schulfilmfestival bietet Schüler*innen die Möglichkeit, frankophone Filmkunst kennenzulernen und ihre Französischkenntnisse außerhalb des Klassenzimmers anzuwenden.

Die Klasse 10F besuchte im Rahmen einer Exkursion eine Kinovorstellung in Aachen und schaute dort den Film »Louise Violet«. Der diesjährige Festivalbeitrag greift aktuelle und zugleich schülernahe Themen auf und eignet sich besonders gut als Unterrichtsinhalt. In dieser Komödie mit dramatischen Elementen steht die Bedeutung von Bildung im Mittelpunkt. Der Film erzählt die Geschichte der ambitionierten Lehrerin Louise Violet, die im Frankreich des späten 19. Jahrhunderts in ein abgelegenes Dorf kommt, um den Kindern Lesen, Schreiben und Rechnen beizubringen. Bevor sie jedoch unterrichten kann, muss sie die skeptischen und verärgerten Eltern davon überzeugen, dass Bildung entscheidend für die Zukunft ihrer Kinder ist.

Zentrale Aspekte wie Kindheit, Konflikte, Arbeitswelt sowie soziales Zusammenleben spielen im Film eine wichtige Rolle und knüpfen direkt an Inhalte des Französischunterrichts an. Im Anschluss an die Vorstellung tauschten sich die Schüler*innen intensiv über den Film aus. Aussagen wie »unvorstellbar, dass Bildung damals so einen geringen Stellenwert hatte« oder »Krass, dass die Kinder alle auf dem Land mithelfen mussten, statt zur Schule zu gehen« zeigen, dass sich die Klasse kritisch mit den historischen Hintergründen auseinandergesetzt hat. Die Exkursion stellte somit eine gelungene Verbindung von Unterricht, Sprache und Kultur dar.

Saskia Glund